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Dein elementare Selbstbild

Dein elementare Selbstbild

Lyrik, NEOeso, Philosophie

Ich möchte in diesem Beitrag einmal auf Dein elementares Selbstbildnis eingehen und die philosophische Auslegung desselbigen. 

Zu sich selbst finden – Elementare Selbstbilder

Jedes Lebewesen ist ein Wunder der Elemente und Menschen sind eigentlich großartige Wesen. Jeder Mensch in seiner Einzigartigkeit, in seiner Vielseitigkeit wurde von den Elementen mit einem schier endlosen Spektrum an erlebbaren Gefühlen. Voller Schönheit, Phantasie, Kreativität, jeder mit einzigartigen Gaben. Du bist da keine Ausnahme. Wenn Du ein kleines Kind betrachten, dass gerade die Welt erforscht, seine Fähigkeiten entdeckt, aufblüht vom hilflosen zum selbständigen Wesen, kannst Du diesen Reichtum der Elemente noch gut erkennen.

Warum nehmen sich Menschen oft selbst so negativ wahr?

Würdest Du von einem kleinen Kind erwarten dass es perfekt ist? Dass dieser junge Mensch keine Fehler macht und mit jeder Situation optimal umgeht? Sicherlich würdest Du das nicht, denn dann könntest Du seine Großartigkeit nicht mehr wahrnehmen, weil dieser kleine Mensch Dich ständig enttäuschen würde. Aber genau das erwarten erwachsene Menschen von sich selbst und sind darum auch ständig über sich selbst enttäuscht. Natürlich bist Du kein Kind mehr, aber mit dem Älter werden verweigern viele Menschen sich selbst das Recht auf Fehler. Dabei treiben ja gerade diese Fehler den Menschen ja immer wieder voran und erfüllen das Leben mit neuen Erkenntnissen. Dies ist ein elementarer Bestandteil des Lebens – Perfektion ist es, dies zu erkennen, nicht es zu verkennen.

Woher aber kommt das Bedürfnis nach Perfektion?

Durch das Zusammenspiel der Elemente gibt es immer ein natürliches Ungleichgewicht. Dies ist der „Motor“ für jedes Leben. Denn dadurch werden die Menschen angetrieben immer wieder das Ungleichgeweicht auszugleichen. Augenscheinlich ist nur das wirklich Perfekte wirklich schön. Dabei ist in jeder Schönheit immer ein Quäntchen Ungenauigkeit um dem Ganzen unverkennbare und elementare Schönheit zu verleihen. So steckt tief in jedem Menschen der Irrtum: „Je perfekter ich bin, umso mehr werde ich geliebt, umso mehr werde ich geachtet.“ Das dies aber gar nicht stimmt, kannst Du leicht an Dir selbst feststellen oder kannst Du etwa jemand wirklich mögen der total perfekt wäre?

Wie wir ein ganz falsches Bild von uns bekommen.

Lob und Tadel waren die wesentlichen Werkzeuge unserer Erziehung. Dabei haben wir gelernt, dass es wichtig ist gut zu sein und alles gut zu machen. Vor allem haben wir gelernt dass „gut sein“ dazu hilft Liebe, Aufmerksamkeit und Achtung zu erlangen. Lob und Tadel, den wir von unserer Umgebung bekamen (und bekommen) richtet sich nicht nach unseren Stärken und Schwächen. Nicht unsere Stärken werden gelobt und unsere Schwächen getadelt, wie wir irgendwie annehmen. Sondern gelobt werden wir, wenn wir den Vorstellungen von Anderen entsprechen und getadelt, wenn wir nicht ihren Werte haben. Mit uns persönlich hat das also überhaupt nichts zu tun! Darum hilft uns die Kritik von Anderen nicht uns selbst zu erkennen. Wir sehen dabei nur wie uns die Anderen gerne hätten (damit es für sie bequem und nützlich ist). Also zeigt uns Lob und Tadel nicht unser wirkliches Ich (Im Gegenteil!). Wir bekommen so nur ein falsches Bild von uns selbst, das nichts mit uns zu tun hat.

Der erste Schritt auf dem Pfad des elementaren Selbstbildes.

Lern wieder auf dem elementaren Pfad zu gehen. Der erste Schritt ist die Erkenntnis, dass die Meinung, die wir von uns haben, ein Bild ist, das nicht den realen Menschen zeigt. Wir sehen uns nicht so sehen, wie wir wirklich sind. Wenn Du zu verstehen beginnen, was für Dein falsches Selbstbild verantwortlich ist, wird es an Substanz und Macht über Dich verlieren. Der Zwang zum Ausgleich wird nicht mehr diesen großen Einfluss auf Dich haben. Oft bedarf es nur kleiner Hilfe von Außen, um dieses Bild transparenter zu machen, bis der Blick auf uns selbst wieder frei ist. Denn eigentlich weißt Du, wer Du bist. Dein elementares Sein wird nur durch viele Masken und Fremdbilder, die Du bereitwillig angenommen hast, verschleiert und verdeckt. Dann wirst Du sehen, dass so manche Deiner „Schwächen“ eigentlich eine Stärke ist und manche vermeintliche Stärke für Dich selbst bisher wenig nutzvoll war. Und vor allem: Dass viel mehr in Dir steckt als Du bisher vermutet hast. Unabhängigkeit von der Meinung anderer, triffst Du Entscheidungen zu denen Du stehst, da sie aus Deinem Herzen stammen. So wird der Pfad zwar nicht einfacher, aber wesentlich sichtbarer.

Sich selbst wirklich mögen und akzeptieren verändert Dich elementar. Auch das Verhalten der anderen uns gegenüber wird sich dadurch wandeln. Solange Du dich selber nicht kennst und so magst wie Du bist, wirst Du nie so ganz glauben können, dass ein anderer Dich wirklich mag. Die Menschen in Dienr Umgebung werden es leichter haben Dir zu vertrauen und können viel entspannter mit Dir umgehen, wenn Du selber weißt wer Du bist. Deine selbst-bewusste Ausstrahlung wird vielleicht mache verschrecken (diejenigen die nur von Dir profitiert haben) aber neue, authentischere Menschen werden jetzt Deinen Weg kreuzen und Nähe zu Dir entwickeln.

Ich wünsche Dir viel Freude und Mut auf Deinem elementaren Pfad der Selbst-Erkenntnis.

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