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Die 7 hermetischen Gesetzte | Die elementaren Prinzipien

Die 7 hermetischen Gesetzte | Die elementaren Prinzipien

Alchemie, NEOeso, Philosophie

Mit dem Begriff „Hermetik“ bezeichnet man eine religiöse Offenbarungs- bzw. Geheimlehre, die auf die Gestalt des Hermes Trismegistos zurück zu führen ist. Die Götter-Gestalt des Hermes Trismegistos ist eine im Hellenismus entstandende synkretistische Verschmelzung des griechischen Gottes Hermes mit dem ägyptischen Gott Thot. Noch bis in die frühe Neuzeit wurde daran geglaubt, dass Hermes Trismegistos tatsächlich gelebt hat und Verfasser der nach ihm benannten hermetischen Schriften ist und somit der Urvater der Alchemie.

Das elementare Prinzip der Entsprechung

Das Untere ist gleich dem Oberen und das Obere ist gleich dem Unteren zu vollenden die Wunder des Einen.

Dieser bekannteste der hermetischen Lehrsätze postuliert die Einheit der Polaritäten z. B. von Ober- und Unterwelt. Er besagt auch, daß die kosmische geistige Welt im wesentlichen mit der irdischen materiellen Welt identisch ist. Damit ist dieses Prinzip auch der Schlüssel zur Astrologie.

Das elementare Prinzip der Geistigkeit

Das All ist Geist, das Universum ist geistig. Allem Existierenden liegt eine geistige Kraft zu Grunde.

In der Alchemie entspricht der schöpferische Geist den vier Elementen, die als Ursprung der Existenz gelten: Sein Vater ist die Sonne (Feuer) / Seine Mutter ist der Mond (Wasser) / Der Wind hat es in seinem Bauch getragen (Luft) / Seine Amme ist die Erde (Hermes Trismegistos).

Das elementare Prinzip der Schwingung

Nichts ist in Ruhe, alles bewegt sich, alles ist Schwingung

Bewegung ist Leben, Ruhe der Tod. Da sich aber alles bewegt, ist der Tod ein Trugbild. Er ist nur ein Wandel in der Art der Schwingung. Auch in anorganischen Substanzen findet sich das Lebensprinzip der Bewegung, und je höher die Schwingung, desto geistartiger ist der Stoff und umso mehr ist er dem schöpferischen Prinzip ähnlich.

Das elementare Prinzip der Polarität

Alles hat sein Paar von Gegensätzlichkeiten. Gegensätze sind identisch in ihrer Wesensart, nur verschieden im Grad. Extreme berühren sich; alle Wahrheiten sind nur halbe Wahrheiten.

Dieser Lehrsatz beschreibt die dialektische Natur des Alchimismus. Die dialektische Betrachtungsweise bringt Widersprüche miteinander in Einklang, indem sie nach dem verbindenden Dritten sucht. Nur so wird man auch frei von der Anhaftung an Antipathie oder Sympathie.

Das elementare Prinzip des Rhythmus

Alles fließt aus und ein, alles hat seine Gezeiten. Alle Dinge steigen und fallen, das Schwingen des Pendels zeigt sich in allem, das Maß des Schwunges nach rechts ist das Maß des Schwunges nach links. Rhythmus kompensiert.

Die Eigenschaften von Rhythmen versteht man am besten durch die Betrachtung der Gegenpole. Auf der einen Seite ist dies der Takt, der eine gleichförmige monotone Bewegung darstellt und den man daher auch als Zwang bezeichnen kann. Auf der anderen Seite ist es die Arrhythmie, die chaotische unberechenbare Bewegungsmuster beschreibt. Dazwischen steht der Rhythmus, der als Schwingung das Wesen der Naturreiche ausmacht.

Das elementare Prinzip von Ursache und Wirkung

Jede Ursache hat ihre Wirkung; jede Wirkung ihre Ursache; alles geschieht gesetzmäßig. Zufall ist nur ein Name für ein unbekanntes Gesetz.

Der Alchemist versucht seinen Geist in dieser Phase so weit zu öffnen, dass er weiß, dass er in kausalen Ketten ist, die er beeinflussen kann, und nicht sklave des Schicksals ist.

Das elementare Prinzip der Dualität (des Geschlechts)

Geschlecht ist in allem, alles hat männliche und weibliche Prinzipien. Geschlecht offenbart sich auf allen Ebenen.

Das Geheimnis der Dualität ist nicht nur die Trennung des Geschlechts, sondern auch dessen Vereinigung und die Neuentstehung / Geburt von etwas anderem. Der Höchste Satz.


 

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Hermetischen Grundlagen geben, die auch in der Alchemie gelten. Euch allen elementare Grüße.

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