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Elementare Alchemie

Elementare Alchemie

Alchemie, NEOeso

Das Wort Alchemie leitet sich, so meinen die meisten, vom arabischen „al-kymiya“ her ab, und wurde aus dem Griechischen übernommen, daher die Ableitung. Die Auslegung der Bedeutung des Wortes ist allerdings so vielschichtig wie die Alchemie selbst:

  • Al ist ein arabischer Artikel, keme oder chemi; ist der ägyptische Ausdruck für „das Schwarze“ und meint auch „schwarze Erde“.
  • Das griechische chymeia bedeutet allerdings Schmelzung in diesem Sinne bedeutet Alchemie „Lehre des Gießens“.

Anhand der Etymologie werden bereits ihre Ursprünge im alten Ägypten und im (hellenistischen) Griechenland deutlich. Der Basistext der Alchemie ist die ursprünglich arabische Tabula Smaragdina, die Bibel der Hermetik die auf Hermes Trismegistos zurückgeht. Dies ist aber immer noch sehr umstritten.

Das Hauptaugenmerk der Alchemie in Europa, und auch der schlechte Ruf, der dadurch entstanden ist, ist die Auffassung, daß eine Transmutation unedler Metalle in Gold möglich sei. Diese Idee hatte ihr philosophisches Fundament in der aristotelischen Lehre, nach der jeder Stoff aus den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft besteht.

Es kam demnach darauf an, dieses Mischungsverhältnis in den Metallen oder ihren Grundstoffen zu beeinflussen, um das gewünschte Metall herzustellen. Auch wenn das gewählte Verfahren nur dazu führte, das Ausgangsmetall goldähnlich zu färben, galt dies schon als Teilerfolg, denn seine Farbe war bereits eine grundlegende Qualität des Goldes.

Noch zur Zeit des ersten Weltkrieges wurden Alchemisten am Hofe des Kaisers angestellt, um Gold herzustellen. Da man die Entstehung der Metalle in Analogie zu organischen Wachstumsprozessen in der Natur auffaßte, glaubte man, die unedlen Metalle seien im Reifungsprozeß unterbrochen worden oder aufgrund des Einflusses bestimmter Gestirne unvollkommen geblieben.

So entstand beispielsweise Blei, wenn der Einfluß des Saturn übermächtig war. Mit Hilfe der Alchemie, konnte dieser Reifeprozeß fortgeführt und beschleunigt werden. Aber eigentlich ist Alchemie die Lehre der Transmutation des Körpers und Geistes. Man kann davon ausgehen, das der sogenannte Stein der Weisen oder das Elixier des Lebens eigentlich eine philosophie Erkenntnis des Geistes ist, welcher erkannt hat, dass man nur rein werden kann, wenn man sich selber reinigt.

D.h. Alle Filter-Vorgänge und Ausbrennen der Metalle und Flüssigkeiten ist eigentlich symbolhaft zu sehen für die Reinigung des Geistes und des Körpers.

Die Grundidee der Alchemie ist die Transmutation

In der Alchemie meint die Transmutation den Übergang eines Stoffes in einen anderen, und die Erlangung der geistigen Reife dadurch, dass die Seele und der Geist sich gleichermaßen mit dem zu transformierenden Stoff mit entwickelt. In allen Substanzen sind laut Aristoteles die Elemente in ständiger fließender Bewegung, wobei sich die Erde in Wasser, Wasser in Luft, Luft in Feuer und umgekehrt verwandele. Je nach dem Mischungsverhältnis ist die äußere Form der Substanz ausgeprägt und der Alchemist vermag einen Körper in einen anderen zu verwandeln, indem er diese fließende Bewegung steuert.

Und genauso kann der Alchimist auch seine eigenen Elemente steuern und transformieren.

Wenn die Erde schläft
Entsteht aus dem Mondschein ein Wesen
Ein blaues Wesen
Das sich ständig verwandelt
In eine Wolke
In ein Reh
In eine Blume
Bis es das Licht
des Bewußtseins erreicht

Auf den Punkt gebracht:

Transmutation thematisiert die ständige Form- und Wesensänderung der Materie, ausgedrückt durch wechselseitige Zustandsänderungen in Bewegung, Gestik und Körperspiel bei dem Alchimisten und dem Aggregatzustand, der Farbe und der Erscheinung des Stoffes. Der ständige Fluß zwischen Leben und Tod ist wie eine Spirale, in der menschliche, tierische und pflanzliche Bestandteile in Wechselwirkung treten. In seinem Verlauf werden die unterschiedlichsten Bewußtseinsebenen enthüllt.

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