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Homosexualität & Kelten | Die „Starken“ Schwulen

Homosexualität & Kelten | Die „Starken“ Schwulen

NEOeso, Religionen

Bei den Kelten und den keltischen Völkern gibt es unterschiedliche Aussagen zu der Akzeptanz und Toleranz der gleichgeschlechtlichen Liebe. Aus Überlieferungen kann aber nachfolgendes festgestellt werden:

Bei den Kelten der La Tène Zeit konnte festgestellt werden, das Homosexualität unter gewissen u,stünde. Gesellschaftlich anerkannt war. Leider gibt es aber im Bezug darauf nur Quellen, die sich auf männliche Homosexualität beziehen.

Da die Kelten an sich keine Geschichtsschreibung hatten, ist es jedoch schwer eine differenzierte Aussage treffen zu können. Eines der ältesten Zeugnisse über Homosexualität unter den Kelten finden wir bei Aristoteles. Er erwähnte in seine, Werk Politik 2.9.7 (1269b) eher beiläufig, dass unter den keltischen Männer der sexuelle Akt miteinander anerkannt war.

Ein sehr ausführlicher Bericht zu der homosexualität unter dem Kelten findet man in den Werken von Diodor Siculus, der sich auf das direkte Zeugnis von Poseidonios bezieht (1. Jh. v. Chr.):

„Obwohl sie ansehnliche Frauen haben, geben sie sich sehr wenig mit ihnen ab; sie sind vielmehr von einer wilden Leidenschaft zu Umarmungen mit Männern erfaßt. Sie pflegen auf Tierfellen am Boden zu liegen und sich mit einem Beischläfer auf jeder Seite herumzuwälzen. Das allerunglaublichste ist aber: sie sind nicht auf die eigene Anständigkeit bedacht, sondern geben die Blüte ihre Leibes anderen bereitwillig preis; und sie halten das nicht für schändlich, sondern halten vielmehr für ehrlos, wenn einer von ihnen umworben wird und die angetragene Gunst nicht annimmt.“

Zitat: Diodor Siculus: Historische Bibliothek 5.32.7

Unter Religionswissenschaftlern wird diskutiert, ob die Aussagen, das einem erfahrenen Krieger immer zwei Jünglinge zur Verfügung standen etwas mit der Ausbildung zum Krieger zu tun hatte oder vielmehr ein Initiationsritus zum Mann war.

Gehen wir davon aus, das die Kelten als kriegerische Volksstämme viel auf Wanderschaft waren, so sieht man Parallelen darin, das diese Menschen offen gegenüber neuem waren und auch der Homosexualität an sich nicht negativ gegenüber standen.

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